Alles zu Fonds

Viele Anleger handeln zyklisch, kaufen also bei hohen Kursen und verkaufen bei niedrigen. Das hat auch Anke Dembowski anhand der Mittelzu- und -abflüsse der Publikumsfonds festgestellt. Dembowski hat 1989 den ersten Fonds-Shop in Deutschland eröffnet, als es ausländischen Fondsgesellschaften möglich wurde, ihre Produkte in Deutschland zu vertreiben und die Banken mit ihren eigenen Fonds kein Interesse an den Konkurrenzprodukten hatten. Ihr Profi-Handbuch Investmentfonds ist auch schon 15 Jahre alt und gerade in der 5. Auflage erschienen.

Vergleiche ich die 5. Auflage mit der 4., fällt auf, die Autorin benötigt in der Neuauflage 24 Seiten mehr, um etwa auch auf das neue Investmentgesetz oder die Liquidität von Immobilienfonds einzugehen. Ein E-Book ist beim Kauf des gedruckten Werkes inklusive, ebenfalls ein Lesezeichen – da denkt ein Verlag mit. Optisch kommt das Buch nüchtern, ja sachlich daher – wie so üblich bei Walhalla. So klar strukturiert geht es auch im Inhalt zu.

Ich habe selten ein so umfassendes Buch zu einem Thema gelesen. Das Profi-Handbuch kann aus meiner Sicht als Standardwerk angesehen werden. Selbst den typischen Arbeitstag eines Fondsmanagers skizziert Dembowski und bildet ein effektives Stück eines Fondsanteils ab.

Den einen oder anderen Praxis-Tipp kann man sich zwar selber ableiten, wie nur ähnlich anlegende Fonds miteinander zu vergleichen und deren Performance über einen längeren Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Doch dann kommt auch immer wieder Überraschendes wie: zehn Jahre sollte der Vergleichszeitraum bei der Performance allerdings nicht sein, verfälscht dann doch der Zinseszins die Ergebnisse zu sehr.

Ein Kapitel widmet die Autorin den Kosten von Investmentfonds. Und diese sind meiner Meinung nach generell sehr hoch, wenn nicht zu hoch. Das sieht auch Dembowski ähnlich, wie sie im Gespräch verrät: „Die Kostenfrage ist sicher heute viel entscheidender, als noch vor zehn Jahren, weil die Renditen so niedrig sind.“

Sie bekommen in dem Buch der Volks- und Betriebswirtin nicht die besten Fonds empfohlen, aber das Rüstzeug, diese selber zu finden. Ich gebe dem Buch die Schulnote 1 mit einem Minus. Das gibt’s für den fehlenden Pepp in der Aufmachung. Gute Fonds mit deutschem Anlagehorizont finden Sie in Hankes Dax-Depot.

Viel Erfolg bei der Geldanlage, viel Spaß bei der Lektüre und noch ein gutes neues Jahr, wünsche ich Ihnen,

Ihr Ulrich W. Hanke

Kochschürze (erhältlich im BO-Shop)

Kochschürze (erhältlich im BO-Shop)

Neue Euro-Scheine

Am 10. Mai 2013 kommt mit dem neuen 5-Euro-Schein, die erste neue Euro-Note. Bislang macht die EZB noch ein Geheimnis daraus und zeigt den Schein nicht im Ganzen (siehe: Die Europa-Serie). Einen Film dazu hat sie aber dennoch produzieren lassen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Viel Spaß dabei. Wen das Thema Banknoten als Sammlerthema interessiert, der liest am besten auch einmal meinen Artikel von Januar diesen Jahres dazu (siehe: Der Scheinreiche).

Ihr Ulrich W. Hanke

Mein Lieblingsbuch

Es ist mal an der Zeit, Ihnen mein Lieblingsbuch vorzustellen. “Die besten Anlagestrategien aller Zeiten” heißt es und geschrieben hat es der Trendfolge-Value-Investor James P. O’Shaughnessy. Eine konkrete Momentum-Auswahl nach seinen Kriterien finden Sie unter hankes-dax-depot.de. Auf eine NACHLESE verzichte ich ausnahmsweise aus Zeitgründen. Viel Spaß beim Video und wie immer viel Anlageerfolg,

Ihr Ulrich W. Hanke

Fonds-Flaggschiffe im Test

Kurzes Update von mir. Deutschlands beliebteste Fonds im Test – so lautet die Zeile zur Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe von BÖRSE ONLINE, die ich geschrieben habe. Chefredakteurin Stefanie Burgmaier kündigt die Story und weitere Inhalte wie gewohnt in ihrem Video an. Das Heft gibt es ab heute am Kiosk. Fondsmanager kommen jetzt auch in meiner neuen Rubrik zu Wort: Fondsmanager im Fokus. Den Anfang macht der Schweizer Gregor Hirt von Schroders. Witzig finde ich die Erklärungen zum Thema Börse von Christoph Rummel. Sehen Sie selbst. Viel Spaß,

Ihr Ulrich W. Hanke

Von wegen Energieknappheit

Eher zufällig ist Otto Wiesmann zum Buchautor geworden. Auf einer Anlegermesse sprach ihn ein Buchverlag an. „Chance Peak Oil“ heißt das Werk, welches aus dieser Begegnung 2009 entstand und welches ich schon einmal empfohlen habe. Was sich seitdem auf dem Energiemarkt geändert hat und von welchem Thema sein neues Buchprojekt handelt, erklärt der Energiehändler der ISG Investment Synergy Group im Interview in HANKES-BÖRSEN-BIBLIOTHEK. Viel Spaß mit dem Video und bei der Lektüre und wie immer viel Anlageerfolg,

Ihr Ulrich W. Hanke

NACHLESE: „Die beste Aktie weltweit“

Der Abschnitt über Erdgas in seinem 2009 erschienen Buch ist veraltet. Das sagt Otto Wiesmann selber. Denn in den USA haben die Energiekonzerne Schiefergas (Shale Gas) gefunden, welches für die nächsten 100 Jahre ausreiche. „Gas wird also nicht knapp werden“, betont Wiesmann. Schiefergas, auch unkonventionelles Gas genannt, lagert in Tongesteinsschichten und muss aufwendig daraus gelöst werden.

Wiesmanns Favorit ist die Aktie von Chesapeake Energy. „Deren Reserven sind heute doppelt so hoch wie 2008“, so der Energieexperte und weiter: „Ich kann nur raten, kaufen, kaufen, kaufen! Das ist die beste Aktie weltweit!“

Ist unser Finanzsystem schwer krank?

Detlev S. Schlichter ist aus journalistischer Sicht vor allem aus einem Grund interessant. Warum entscheidet sich ein beruflich sehr erfolgreicher Banker dazu, der Finanzwelt den Rücken zu kehren und ein Buch zu schreiben? „Paper Money Collapse“ heißt es und soll im Frühjahr 2013 auch in deutscher Sprache erscheinen. In einem kurzen Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse gab mir der in London lebende Deutsche dazu eine Antwort und begründete zudem, warum er glaubt, dass unser Finanzsystem am Ende ist und Anleger unbedingt Gold kaufen sollten. Seine Argumentation können Sie auch bei Börse Online nachlesen (siehe: Null Zinsen für immer) – die sonst übliche NACHLESE spare ich mir deshalb.

Auf der Buchmesse habe ich natürlich noch viele andere interessante Menschen getroffen und tolle Bücher entdeckt. Diese stelle ich hier nach und nach vor. Kleiner Geheimtipp vorab: „Tap Dancing to Work – Warren Buffett on practically everything, 1966-2012“ von Carol J. Loomis hat mir auf den ersten Blick gut gefallen. Ebenso ein neues Buch von Buffetts Schwiegertochter Mary, auf das ich mich schon ganz besonders freue. Mehr dazu später. Nun viel Spaß mit dem Kurzfilm von der Messe.

Ihr Ulrich W. Hanke

Neues zu Nachhaltigkeit


Am 3. September ist Werner Schwanfelders neues Buch mit dem Titel “Wie Sie Profit machen und nebenbei die Welt verbessern” erschienen. Ich habe vorab einen Blick hineinwerfen können. Ist Investieren nach ethischen Grundsätzen ein aktuelles Modethema oder Nachhaltigkeit ein alter Hut – was meinen Sie? Aus Zeitgründen muss ich die Nachlese zu dem Buch leider nachliefern. Das Video gibt’s aber schon einmal zu sehen. Viel Spaß dabei und wie immer viel Anlageerfolg,

Ihr Ulrich W. Hanke

Nachtrag 15.10.2012
NACHLESE

Er war Einkaufsleiter eines international tätigen Unternehmens. Er schrieb Bücher zu Ostasien und Weinwandern in Franken. Werner Schwanfelder ist ein Generalist. Nach seinem Buch „Börsenwissen für erfolgreiche Investments“ in dem er unglaubliche 67 Strategien vorstellt und bewertet, hat er sich nun mit nachhaltiger Geldanlage beschäftigt. „Wie Sie Profit machen und nebenbei die Welt verbessern“ heißt sein Buch. Klingt toll.

Ich habe mir das Buch vorab angeschaut und kann es Ihnen empfehlen. Wer sich das Buch vornimmt kann Schwanfelders Recherche-Weg nachverfolgen und mit ihm einen Wegweiser erarbeiten, wie man Geld nachhaltig anlegen kann. Eine – bei dem Thema – gute Masche. Denn nachhaltig und ethisch korrekt heißt für jeden etwas anderes. Als Journalist stört mich ein wenig, dass Schwanfelder tatsächlich mehrmals Wikipedia als Quelle heranzieht und zitiert. Ansonsten ist das Buch sehr gut.

Vielleicht sind Menschen die Geld haben tatsächlich glücklich, vielleicht sind Menschen die ihr Geld umwelt- und sozialverträglich anlegen, noch glücklicher, mutmaßt Werner Schwanfelder.

Er fasst nachhaltig viel weiter als vielleicht einige von uns denken. Wer ein ruhiges Gewissen haben will, der sollte nicht nur Waffenhersteller, Umweltsünder oder Tierquäler meiden, der sollte auch Unternehmen meiden, in denen die Mitarbeiterzufriedenheit und das Betriebsklima schlecht sind. Dabei muss nachhaltiges Investieren laut Schwanfelder nicht nur Protest sein, sondern kann auch profitables Investment in wertvolle Unternehmen sein.

Er beleuchtet Nachhaltigkeitsbanken, wobei seine Favoriten die EthikBank und die GLS Bank sind, und Nachhaltigkeitsindizes.

Privatanleger sollten Schwanfelders Meinung nach den Empfehlungen der EthikBank folgen. Diese rät zu den folgenden Unternehmen: Munich Re, Deutsche Börse, BMW, ElringKlinger, Aurubis, Heidelberger Druck, Salzgitter, Rhön-Klinikum, Hannover Rück, HHLA, Krones, Wincor Nixdorf, Fresenius und FMC.

Jürgen Müller alias Dr. Gold

Greifen Sie bei Gold zu, wenn Sie eine Versicherung benötigen – und nur dann. In diesem Sinne, viel Erfolg bei der Geldanlage, viel Spaß bei der Lektüre und bei meiner Videorezension, bei der ich diesmal auf die Inhalte der Bücher des Edelmetall-Experten Jürgen Müller und dessen Anlagetipps eingehe. Für Leser/innen, die etwa im Büro, keine Möglichkeit haben, einen Kurzfilm mit Ton zu schauen, biete ich jetzt auch immer eine Nachlese an.

Ihr Ulrich W. Hanke

NACHLESE: Dr. Gold

Gold ist kein Investment. Gold ist eine Absicherung gegen den schlimmsten Fall – einen Währungscrash. Doch was, wenn das Risiko, dass die Gold-Police versichert, abnimmt? Diese Frage stellen sich die wenigsten Goldpropheten und nur im stillen Kämmerlein. Ganz klar: Ja dann, dann rauscht der Goldpreis ganz schnell abwärts – und Goldbesitzer werden sich ärgern, wie sie es 1980 taten, als der Goldpreis das letzte Mal stark einbrach. Wenn sich also die deflationären Tendenzen verstärken, weil die Notenbanken den nächsten Einsatz der Notenpressen hinauszögern, um den Druck auf die Politik zu erhöhen, dann dürfte der Goldpreis stark fallen. Kommt es soweit, wäre dies eine gute Einstiegsmöglichkeit. Denn die Goldbestände sind schließlich endlich, die Euro- und Schuldenkrise scheint es nicht zu sein.

Wann sich das noch nicht abgebaute Gold dem Ende zuneigt, hat jetzt Jürgen Müller, Pardon, Dr. Jürgen Müller, herausgefunden. Der studierte Physiker leitet die Einkaufsgemeinschaft für Gold und Silber (www.goldsilber.org). „Modellierung der globalen Goldproduktion durch Anwendung der Hubbert’schen Peak-Oil Methodik“ lautet der sperrige Titel seiner Doktorarbeit, die jetzt im Verlag Books on Demand erschienen ist (ISBN: 978-3-8448-1813-0). Eine allgemeinverständliche Version will Müller noch nachlegen, bei der, so hoffe ich mal, auch Teile seiner ersten beiden Bücher einfließen (“Generation Gold”; “Gewinnen mit Gold und Silber”), die ich beide schon einmal in HANKES BÖRSEN-BIBLIOTHEK vorgestellt und für gut befunden habe. Wer bis dahin nicht warten kann, sollte zur Doktorarbeit greifen. Diese eignet sich in weiten Teilen aber nur für Spezialisten, erhält von mir für das äußerst interessante Thema dennoch die Schulnote 1-.

Müller kam bereits 2005 zu dem Schluss, Schluss mit Gold ist zwischen 2030 und 2040. Rückläufig ist die Förderung bereits seit 2003. Das liegt an steigenden Förderkosten, aber auch sinkender Erzgehalte im Gestein. Dazu finden die Bergbaugesellschaften immer weniger neue Lagerbestände, was die Explorationskosten treibt. Wissenschaftlich hat Dr. Gold nun nachgewiesen, dass der Höhepunkt, der Peak der Goldförderung, aber nicht das bisherige Hoch von 2003 gewesen sein wird, sondern zwischen 2027 und 2044 liegen müsste – mit einer jährlichen Förderrate von 2.590 Tonnen wie 2003 bis zu neuen Hohen von 2970 Tonnen. Dabei gilt je schneller die Förderung wächst, desto rasanter ist danach der Fall. Und um am Goldrausch teilzuhaben, werden derzeit immer neue Minen erschlossen.

Aktien sind “lächerlich billig”

Max Otte, BWL-Professor, Value-Investor und Fondsmanager, hält Aktien für günstig. Er rät, lieber heute als morgen Aktien zu kaufen. Denn wer keine Aktien hat, könnte sich bald ärgern. Wie er die richtigen Aktien auswählt, erklärt er in seinem neuen Buch “Endlich mit Aktien Geld verdienen” (FinanzBuch Verlag). Ich habe es gründlich unter die Lupe genommen. Viel Spaß beim Video, bei dem auch mein Youngtimer, ein BMW 325i, zum Einsatz kommt und viel Anlageerfolg,

Ihr Ulrich W. Hanke

Wie der Unruhe begegnen?

Griechenland hat gewählt. Für eine Beruhigung an den Finanzmärkten hat das aber nicht wirklich gesorgt. Die Börse bleibt in den nächsten Wochen schwankungsanfällig. Das befürchten zumindest die meisten Marktteilnehmer, die von einer besonders volatilen Zeit für Dax & Co. sprechen. Deshalb war ich dem erfolgreichsten Investor aller Zeiten auf der Spur, dem Orakel von Omaha und Chef von Berkshire Hathaway, Warren Buffett. Ihm sind Börsenturbulenzen sogar ganz lieb. Was er jetzt machen würde und welches das beste Buch zu Buffett ist, erfahren Sie in meinem gut zweiminütigen Film. Viel Spaß dabei und wie immer viel Anlageerfolg,

Ihr Ulrich W. Hanke